HSG lässt starke erste Halbzeit in Sieverstedt ungenutzt
von 1.Herren
HSG lässt starke erste Halbzeit in Sieverstedt ungenutzt
HSG lässt starke erste Halbzeit in Sieverstedt ungenutzt
Mit einer bitteren 29:36-Niederlage kehrte die HSG vom Auswärtsspiel beim TSV Sieverstedt zurück. Dabei sah es über weite Strecken der ersten Halbzeit nach einem erfolgreichen Sonntag für die Mannschaft aus. Vor ruhigem Sonntagspublikum in Sieverstedt knüpfte die HSG zunächst nahtlos an die starke Defensivleistung aus dem Pokalspiel unter der Woche an und kontrollierte das Geschehen.
Von Beginn an präsentierte sich die HSG konzentriert und griffig in der Abwehr. Aus einer stabilen Defensive heraus gelang es immer wieder, über schnelles Umschaltspiel zu einfachen Toren zu kommen. Auch im gebundenen Angriffsspiel zeigte die Mannschaft gute Entscheidungen und fand regelmäßig Lösungen gegen die Sieverstedter Defensive.
Diese Überlegenheit spiegelte sich auch im Spielstand wider. In der ersten Halbzeit setzte sich die HSG zeitweise auf bis zu fünf Tore ab. Beim Stand von 10:15 in der 24. Minute und 11:16 zwei Minuten später schien das Spiel klar in Richtung der Gäste zu laufen. Die Kontrolle über Tempo und Spielgeschehen lag klar bei der HSG, die mit einer verdienten 18:15-Führung in die Halbzeitpause ging.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch deutlich. Die HSG erwischte einen denkbar schlechten Start in die zweite Hälfte. Mehrere unnötige Zeitstrafen brachten den Spielfluss durcheinander und sorgten dafür, dass der zuvor komfortable Vorsprung binnen acht Minuten vollständig aufgebraucht war. Beim Stand von 21:21 war die Partie plötzlich wieder völlig offen.
In dieser Phase schlichen sich vermehrt Abschlussprobleme ein, die den TSV Sieverstedt zu einfachen Toren einluden. Besonders schmerzhaft waren dabei mehrere Gegentreffer ins leere Tor, nachdem die HSG im Angriff auf das 7:6 gesetzt hatte. Statt die Führung zurückzuerobern, verlor die Mannschaft zunehmend den Zugriff auf das Spiel.
Mit fortschreitender Spielzeit entglitt der HSG die Partie immer mehr. Chancen, noch einmal in Schlagdistanz zu kommen, blieben ungenutzt, während Sieverstedt seine Möglichkeiten konsequent ausspielte. Vor allem defensiv fehlte in der zweiten Halbzeit die Kompaktheit der ersten 30 Minuten. Insgesamt musste die HSG in Halbzeit zwei 21 Gegentreffer hinnehmen – deutlich zu viele, um auswärts bestehen zu können.
Auch offensiv war der Leistungsabfall klar erkennbar. Während der Angriff in der ersten Hälfte noch von Tempo und guten Entscheidungen geprägt war, fehlte nach der Pause die Durchschlagskraft. Lediglich 11 eigene Tore in der zweiten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache und unterstreichen, warum die Niederlage am Ende verdient ausfiel.
Überschattet wurde die Partie zudem von einer Verletzung eines Rückraumspielers des TSV Sieverstedt. Die HSG wünscht dem Spieler an dieser Stelle eine schnelle und vollständige Genesung.
Besonders bitter: Das Spiel war ein klassisches Vier-Punkte-Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Tabellenpositionen. Nach einer ersten Halbzeit, in der sich das Spiel wie eines anfühlte, das man nicht verlieren darf, muss die Art und Weise der Niederlage zu denken geben.
Viel Zeit zum Hadern bleibt jedoch nicht. Bereits am kommenden Samstag bietet sich die Chance zur Wiedergutmachung, wenn die HSG den MTV Herzhorn in der heimischen Stadtwerke Arena empfängt. Anpfiff ist um 17:00 Uhr – und auch hier hat die Mannschaft nach dem Hinspiel noch eine offene Rechnung zu begleichen.
Mats Puchert (10), Felix Hirth (6), Simon Herbers (4), Linus Stegen (3), Justus Clasen (2), Rene Gronek (2), Lennart Deckert (1), Eric Schlüter (1), Momme Bellmann, Philip Einwohlt, Bjarne Gronek, Christopher Lautwein, Milan Röpke, Malte Weidner